Dokumentationsprofil

01.04.2013 - 26.06.2014 | NRW

Fast ein Viertel der Menschen in NRW hat einen Migrationshintergrund – Zeit, dass auch die Archive sich Gedanken darüber machen, wie man ihre Lebenswirklichkeit widerspiegelt. DOMiD erarbeitete seit April 2013 ein Dokumentationsprofil, das ihnen dabei helfen soll. Ziel ist es, Migration in all ihren Facetten über Verwaltungsakten und über private Sammlungen sowie Nachlässe zu repräsentieren. Das vom LVR unterstützte Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Dürener Kommunalarchiv, dem Kreisarchiv des Rhein-Erft-Kreises und dem Stadtarchiv Hürth.

 

Hintergrund

Öffentliche Archive haben die Aufgabe, Verwaltungsschriftgut zu verwahren und zugänglich zu machen. Die Aktenmassen, die in einer Kommunalverwaltung anfallen, sind aber viel zu groß, um sie komplett in die Archive zu übernehmen. Eine der wichtigsten archivarischen Aufgaben ist daher die Bewertung. Der/Die ArchivarIn wählt aus den Verwaltungsakten diejenigen aus, die auf Dauer im Archiv aufbewahrt werden sollen. Oft geschieht das ausgehend von der Verwaltungsstruktur: "Welche Akten des Jugendamtes sind archivwürdig?".

 

Umdenken in öffentlichen Archiven

Insbesondere bei den Kommunalarchiven findet seit einiger Zeit aber ein Umdenken statt: Themen des Alltagsleben werden wieder in den Vordergrund gestellt. Den BürgerInnen soll ein möglichst getreues Abbild ihrer Stadt zur Verfügung stehen. Die Frage lautet dann beispielsweise: "Welche Belange der Kinder und Jugendlichen sollen im Archiv abgebildet werden?". Ein zentrales Hilfsmittel dafür ist das Dokumentationsprofil. Es legt für einen Teilbereich des örtlichen Lebens fest, was dokumentiert werden soll, identifiziert die entsprechenden Quellen innerhalb und außerhalb der Verwaltung und analysiert ihren Wert.

 

Ergebnis:

Das Ergebnis liegt als Download vor und kann hier heruntergladen werden.

 

Foto: DOMiD-Archiv
Foto Slider: Vortrag von Nasrin Saef beim Rheinischen Archivtag 2014 in Kleve. LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum, C. Hartmann