Das Virtuelle Migrationsmuseum ist online!

Köln, 03.07.2018 – Mit der heutigen Veröffentlichung der ersten Version des „Virtuellen Migrationsmuseums“ wird die Geschichte der Migration in Deutschland in einemeigenständigen Museum im virtuellen Raum interaktiv erfahrbar.

Das Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD e.V.) hat damit ein digitales Lernangebot über die Migrationsgeschichte in Deutschland geschaffen.

Die Museumsbesucher können seit heute die erste Version des Virtuellen Migrationsmuseums herunterladen. Sie bewegen sich durch eine fiktive Stadtlandschaft, in der sie Gebäude mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten betreten und erkunden können. Dabei können sie sich zwischen drei Zeitepochen entscheiden. In den unterschiedlichen Gebäuden informieren sich die Besucher über verschiedene Themen wie Arbeit, Kultur oder Bildung, die mit Gegenständen aus der DOMiD-Sammlung veranschaulicht werden. Dazu zählen über 1.000 Dokumente, Fotos, Videos, Zeitzeugeninterviews und 3D-Scans von Objekten.

Auf einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Virtuellen Migrationsmuseums im Mai erklärte DOMiD-Geschäftsführer Dr. Robert Fuchs die Zielsetzung: „Das Ziel ist es aufzuzeigen, wieMigration unsere Gesellschaft, unsere Geschichte und unser Zusammenleben prägt. Das Thema Migration wird aus der Perspektive einer Einwanderungsgesellschaft betrachtet und Wissen über verschiedene Formen und Typen der Migration vermittelt. Das Museum setzt Impulse für ein neues multiperspektivisches Geschichtsnarrativ, das möglichst vielen Menschen die Teilhabe an der Geschichte ermöglicht und auch diejenigen zu Wort kommen lässt, die bis heute wenig gehört wurden.

Das Virtuelle Migrationsmuseum hat rund um die Uhr geöffnet unter:

www.virtuelles-migrationsmuseum.org

Das Projekt wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und den Landschaftsverband Rheinland (LVR). Das Fraunhofer IGD unterstützte mit einer preisgekrönten Digitalisierungstechnologie. In den kommenden Wochen werden neben der nun herunterladbaren Desktop-Anwendung (PC/Mac) Anwendungen für weitere Endgeräte (Smartphone, VR-Brille) sowie eine Browserversion zur Verfügung gestellt.