40 Jahre Fremde Heimat. Einwanderung aus der Türkei nach Köln

27.10.2001 - 23.11.2001 | Köln

Anlässlich des 40. Jahrestages des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens zeigte DOMiD 2001 eine Ausstellung zur Geschichte der Migration aus der Türkei nach Köln. Sie wurde im Historischen Rathaus der Stadt Köln präsentiert und war zweisprachig (deutsch/türkisch) angelegt. Es handelte sich um eine Weiterentwicklung der Ausstellung "Fremde Heimat. Eine Geschichte der Einwanderung aus der Türkei", die DOMiD 1998 im Ruhrlandmuseum in Essen zeigte.

 

Die türkische Migration nach Köln erzählt

Die Ausstellung erzählte die Geschichte der Einwanderung aus der Perspektive der sogenannten "GastarbeiterInnen", ihrer NachbarInnen, FreundInnen und KollegenInnen. Sie umfasste den Zeitraum von 1961 bis 1990. Dabei richtete sie den Blick insbesondere auf die Anfänge der Migration: die Anwerbung von ArbeiterInnen aus der Türkei, das Leben in den Wohnheimen, die Arbeit in der Fabrik, die Freizeitgestaltung, das Zusammenleben mit den deutschen NachbarInnen und den Niederlassungsprozess der "Ersten Generation".

 

Eine erfolgreiche Ausstellung

Insgesamt wurden über 400 Exponate gezeigt. Darunter befanden sich persönliche Erinnerungsstücke, Gegenstände des täglichen Gebrauchs, Objekte, Dokumente, Fotografien, Briefe und Zeitungsberichte. Es wurden Führungen auf Deutsch und auf Türkisch angeboten, die vor allem von Schulklassen in Anspruch genommen wurden. Die Ausstellung stieß sowohl bei BesucherInnen mit als ohne Migrationshintergrund auf reges Interesse.

 

Rund um die Ausstellung

Gemeinsam mit der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt) der Universität zu Köln führte DOMiD in der Universität zu Köln eine Tagung zur "Geschichte und Gegenwart der Migration in Köln" durch. Zudem erschien ein zweisprachiger Katalog. Er enthält neben vielen Fotos auch die Leittexte der Ausstellung. Der Katalog ist zurzeit leider vergriffen.

 

Foto: Ausstellung im Historischen Rathaus Köln, Dietrich Hackenberg