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Initiative Migrationsmuseum

Pressestimmen

Interview mit dem Integrationsbeauftragten der Landesregierung Thomas Kufen und DOMiD-Geschäftsführer Aytaç Eryılmaz über den Antrag der CDU und der FDP Fraktion im Landtag zur Sammlung und Erforschung der Migrationsgeschichte in NRW, in: K.WEST, Januar 2008. (PDF-Datei / Dateigröße 21,3 KB) Download Pfeil

"Wir graben den Schacht von Babel." Der ehemalige DOMiD-Mitarbeiter Manuel Gogos zur Institutionalisierung eines Migrationsmuseums, in: Kulturpolitische Mitteilungen, Nr. 118 (III/2007). (PDF-Datei / Dateigröße 2,03 MB) Download Pfeil

"Manchmal denke ich, (...) man müsste eigentlich die ganze Sammlung vor dem Reichstag abladen und eine Pressekonferenz abhalten." Ein Gespräch mit Aytaç Eryılmaz über die ungewisse Zukunft von DOMiD, in: K.WEST, November 2005. (PDF-Datei / Dateigröße 15,8 KB) Download Pfeil

"Was aber ist mit den anderen Geschichten, die mit den sogenannten "Gastarbeitern" seit Mitte der Fünfziger in dieses Land eingeschleppt wurden? (...) Sie fünfzig Jahre später ins allgemeine Geschichtsbild nachzutragen ist heute (...) eine Aufgabe gesellschaftlicher Erinnerungspolitik." Aus: "Schmuggelgut Erinnerung", in: Tagesspiegel, 27.10.2005.

"Ein Migrationsmuseum (...)? Die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung liegt auf der Hand. In Deutschland leben rund sieben Millionen MigrantInnen (...)." Aus: "Einwanderung reif fürs Museum", in: taz, 06.06.2005.

"Insgesamt sind 7,3 Millionen "Ausländer" (...) in unserer Geschichtskultur bisher nicht repräsentiert. Eine deutsche Großstadt mit (...) sieben Millionen Einwohnern ohne ein eigenes historisches Museum wäre undenkbar." Aus: "Wem gehört die Migrationgsgeschichte?", in: Museen im Rheinland, 2/05.

"Jenseits des privaten Raums findet sich keine Signatur der Einwanderung. Dieser Zustand der Erinnerungslosigkeit ist Produkt der Mehrheitsgesellschaft. Sie nutzt ihre vorherrschenden Deutungsmuster zur Vermittlung der großen Geschichte und all der kleinen Geschichten, lässt aber die Migranten in der Regel außen vor. (...) Was aber weiß die Mehrheit der bundesdeutschen Gesellschaft über die Herkunft der Arbeitsmigranten? Und was weiß sie über ihre eigene Migrationsgeschichte und die Bedeutung von Einwanderungsprozessen für die Gesellschaft? (...) Welche Folgen hat es, wenn sich die Geschichte jedes zehnten Bewohners der Bundesrepublik lediglich im Privaten entwickeln kann, letztendlich aber unsichtbar bleibt? (...) Einer Gesellschaft, die lange gebraucht hat, um überhaupt zu einer Diskussion über Einwanderung zu finden, stehen noch viele Neuentdeckungen aus, insbesondere in Bezug auf ihre eigene Geschichte. Die Geschichte, die es dabei zu entdecken gilt, hat ein doppeltes Publikum: das der Mehrheitsgesellschaft, die bislang noch eine gleichberechtigte Repräsentation der Migranten verhindert, und die Gruppe der Einwanderer, die versucht sich dieser Einwanderungsgeschichte Stück für Stück zu bemächtigen." Aus: "Menschen ohne Geschichte?", in: taz, 07.10.2002.

Interview mit dem Migrationsforscher und DOMiD-Mitglied Rainer Ohliger über die Notwendigkeit eines Migrationsmuseums in Deutschland, in: taz, 10.11.2003. (PDF-Datei / Dateigröße 10 KB) Download Pfeil

Unterstützung aus der Öffentlichkeit

"Die Migrationsproblematik besteht nun schon so lange in Deutschland, und doch kann man sich als einfacher Bürger kaum anschaulich und in Ruhe mit diesem Thema befassen. Auch eine Vermittlung dieser gesellschaftlichen Erscheinung an Kinder und Heranwachsende war bisher ziemlich schwierig und meist - vom pädagogischen Gesichtspunkt aus - zu sehr theoriebelastet und von (oft ablehnenden oder unkritisch zustimmenden) Werturteilen geprägt. Es ist daher außerordentlich zu begrüßen, dass es jetzt Abhilfe dafür gibt. Und zwar Abhilfe, die zeigt, dass Migration nicht nur als Bedrohung, sondern auch als Bereicherung aufgefasst werden kann. Das/ein Migrationsmuseum vermag dies zu leisten. Die Vermittlung einer offenen Haltung vor allem an die heranwachsende Generation scheint mir sehr wichtig zu sein. Deutschland kann als Mitglied der Europäischen Union und aktiver Gestalter im Zeitalter der Globalisierung gar nicht darauf verzichten, seine nachwachsenden Generationen auf die heutige Welt des internationalen Austauschs vorzubereiten. In diesem Sinne wünsche ich dem Museum einen erfolgreichen Start und ein gutes Gelingen."
Duarte Branco
Vorsitzender des Verbands Portugiesischer Unternehmen in Deutschland e.V.

"Die von Ihrer Seite gestartete Initiative für ein Migrationsmuseum halte ich für sehr wichtig und dringend erforderlich. Ein Migrationsmuseum ist, wie immer es letzten Endes konzipiert sein mag, unbedingt wünschenswert. Nicht nur die Idee, sondern auch die Arbeit, die bis jetzt in diese Richtung geleistet wurde, verfolge ich mit großem Interesse. Daß man sich hierzulande mit der Geschichte der Arbeitsmigranten als prägenden Teil der deutschen Sozialgeschichte auseinandersetzt, sie als wichtigen, die Gesellschaft auch kulturell bereichernden Teil anerkennt, sollte im Grunde genommen selbstverständlich sein. Leider wurde dies bislang versäumt. Insofern glaube ich, daß Eile geboten ist. Die Zeit vergeht, und die Zeit-Zeichen der Migranten, ihr historisches Erbe und ihre Alltagskultur, werden entweder ignoriert oder geraten langsam in Vergessenheit. Ein Migrationsmuseum darf jedoch meines Erachtens nicht nur die Vergangenheit archivieren. Ebenso sollten die heutigen Lebenswelten der Migranten sowie das komplexe wechselseitige Verhältnis zur alten und zur neuen Heimat dokumentiert und berücksichtigt werden."
Niki Eideneier
Romiosini, Verlag für zeitgenössische griechische Literatur

"Die Geschichte der "Gastarbeiter" in der Bundesrepublik soll nun endlich sichtbar gemacht werden. Damit wird auch ein Stück bisher "versteckte" Geschichte der bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte sichtbar gemacht und ihr seine Bedeutung zugestanden. Sie selber haben die Chance sie darzustellen. Das ist ein wichtiger Schritt auf den Weg in eine gemeinsame Zukunft. Das Zugeständnis an die Migranten, dass ihre Geschichte ein Teil der bundesrepublikanischen Geschichte ist, bedeutet auch ein Stück Anerkennung - über die Musealisierung hinaus. Anerkennung, zur Teilhabe, ist eines der wichtigsten politischen Ziele aller (oder fast aller) Selbstorganisationen, denn das heisst auch, dass sie nun endlich dazugehören, endlich angekommen sind nach fast 50 Jahren."
Heike María Martínez Figueirido
Bundesverband spanischer sozialer und kultureller Vereine e.V.

"Die Idee, ein Migrationsmuseum aufzubauen, findet lebhaftes Interesse im Kreis unserer Mitglieder aus vielen verschiedenen Ländern und die Unterstützung der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Lebensleistung ungezählter Migrantinnen und Migranten sichtbar zu machen, das Leben zwischen unterschiedlichen Kulturen zu verdeutlichen, schafft einen Ort der Erinnerung und der Vergewisserung für die ganze Gesellschaft. Es muss ja nicht immer museal zugehen..."
Sonja Marko
ver.di Bundesvorstand, Ressort Migrationspolitik / ausländische Arbeitnehmer

"Die Initiative, ein Migrationsmuseum in Deutschland zu etablieren, kommt zum richtigen Zeitpunkt und ist ein wertvoller Beitrag zur öffentlichen Diskussion über Deutschland als Einwanderungsgesellschaft. Kultur und Geschichte von Migrantinnen und Migranten wurden wenig beachtet. Das Vorhaben, die Vielfalt und lange Dauer der deutschen Migrationsgeschichte in ihren historischen und aktuellen Dimensionen sichtbar zu machen, verdient volle Unterstützung. Damit dies Teil unseres kulturellen Gedächtnisses werden kann, brauchen wir einen Ort des Sammelns, Erinnerns und Vermittelns: am besten ein Museum."
Prof. Dr. Rainer Münz
Humboldt-Universität Berlin, Lehrstuhl Bevölkerungswissenschaft

"Museen sind Gedächtnisse der Völker. Und es gibt kaum Völker in unserer Welt, die ihre Existenz nicht der Migration verdanken. Dies gilt auch und gerade für Deutschland. Millionen von Zuwanderern haben das wirtschaftliche, soziale und kulturelle Leben in der Bundesrepublik mitgestaltet. Wie in der Vergangenheit, sind sie auch heute ein unverzichtbarer Bestandteil der deutschen Gesellschaft; Auch zukünftig werden die demokratischen Gesellschaften auf die Migration angewiesen sein. Wo sonst kann die Geschichte von Migrantinnen und Migranten zusammengefasst und prägnant dargestellt werden als in einem Museum? Wo sonst kann man seine eigene Geschichte so gegenwärtig erleben als in einem Museum? Das Migrationmuseum wird allen interessierten Menschen helfen, die Geschichte Deutschlands, somit die eigene, besser zu verstehen. Ich unterstütze daher ausdrücklich die Gründung des Migrationmuseums und wünsche den Menschen viel Erfolg, die weiter für die Verwirklichung dieser Idee arbeiten."
Nafiz Özbek
Gewerkschaftssekretär, IG Metall - Vorstand

"Als ich das Immigrations-Museum auf Ellis Island vor Manhattan vor einigen Jahren besuchte, versuchte ich mir vorzustellen, wie es wäre durch ein vergleichbares Museum in Deutschland mit meinen Eltern zu gehen. Ein Museum mit moderner Museumspädagogik im dem sich Schulklassen mit Kindern unterschiedlicher Herkunft drängeln. Ein Museum, das sich aber nicht auf die Dokumentation der Lebensbedingungen Anfang der 60er Jahre in einer sogenannten Gastarbeiter-Siedlung beschränkt, sondern auch den Deutschen zeigt, wie sehr sich unser gemeinsames Land zum Nutzen aller verändert hat und noch weiter verändern wird - trotz aller Probleme, die es sicherlich auch gibt."
Cem Özdemir
Erster Bundestagsabgeordneter türkischer Herkunft

Unterstützung aus der Politik

Antrag der CDU und der FDP-Fraktion im Landtag NRW vom 06.11.2007 zum Aufbau einer Sammlung zur Geschichte der Zuwanderung nach Nordrhein-Westfalen. (PDF-Datei / Dateigröße 17 KB) Download Pfeil

Antrag der CDU Fraktion im Landtag NRW vom 30.11.2004 zur Errichtung eines Dokumentationsforums für die Geschichte und Kultur von Migration und Integration. (PDF-Datei / Dateigröße 124 KB) Download Pfeil