Mit der Einführung des Information-Retrieval-Systems FAUST im Januar 2003 wurden die Dokumentationsprinzipien grundlegend überarbeitet. Die gesamten Bestände des Dokumentationszentrums werden seitdem nach und nach reorganisiert. Dazu gehört die Übertragung älterer Datensätze aus einer Accessdatenbank in das neue Datenbanksystem. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis diese Arbeiten abgeschlossen werden können.

FAUST ermöglicht die Einbindung digitaler Bild-, Ton- und Textdokumente und eine übergreifende Recherche über alle Arten von Materialien. Ein großer Teil der seit 2003 neu hinzu gekommenen Fotografien und Dokumente liegt in digitalisierter Form vor, die Recherche erfolgt nach inhaltlichen und formalen Kriterien. Fotografien dreidimensionaler Objekte, die in die Datensätze eingebunden sind, erleichtern den Zugang zu diesem Sammlungsgut. Interviews mit Akteuren der Migrationsgeschichte wurden digitalisiert und können am Computer abgehört werden. Bereits zu einem Drittel der Interviews konnten ergänzende Informationen und orientierende Zusammenfassungen in die FAUST-Datenbank eingearbeitet werden.
Die vorhandenen Buchbestände wurden gemäß einer dafür entwickelten Bibliothekssystematik in dreizehn Systemgruppen eingeordnet, die wiederum mehrere Unterkategorien aufweisen. Ein Teil der Grauen Literatur ist systematisch gesammelt und geordnet, aber nicht katalogisiert.