Im Rahmen der Ausstellungstätigkeit von DOMiD ist eine sehr vielfältige Sammlung an dreidimensionalen Objekten entstanden. Gegenstände aus dem Arbeitsalltag der "Gastarbeiter", Einrichtungsgegenstände aus Wohnheimen, Folklorekleidung und Devotionalien stehen neben aus der Heimat mitgebrachten Erinnerungsstücken, deren Geschichte in den Erzählungen der Leihgeber lebendig wird. Vom ersten in Deutschland verdienten Geld erworbene Konsumartikel spiegeln Wünsche und Sehnsüchte der Einwanderer, die sich nur wenig von denen der deutschen Zeitgenossen unterscheiden. Zu den besonderen Schätzen der Sammlung gehören z. B. ein Atemmessgerät, welches in Istanbul bei der Anwerbung von Berg- und Stahlarbeitern Anwendung fand, und eine Registrierkasse aus einem italienischen Lebensmittelgeschäft, das 1971 als Trinkhalle in Köln eröffnet wurde.

Für diese Objekte spielt die sorgfältige dokumentarische Erfassung eine besonders große Rolle. Oftmals gibt erst die Geschichte des jeweiligen Objekts Aufschluss über die Bedeutung eines auf den ersten Blick gewöhnlichen Gegenstandes. Die Sammlung erzählt Migrationsgeschichte anhand von Objekten, die wie Schlagworte funktionieren und erst durch Ihre Einbettung in einen Kon-/Text ihren historischen Wert offenbaren.